50 Jahre Blaskapelle Mintraching

Im Dezember 1960 fanden sich ein paar junge Leute im Gasthaus Vilsmeier zusammen und beschlossen die Gründung einer Blaskapelle. Wie wir wissen, folgten diesem Beschluss auch Taten und so können wir in diesem Jahr das 50 jährige Bestehen der Blaskapelle Mintraching feiern.

Vieles hat sich in diesen 50 Jahren verändert. Die damals jungen Leute sind heute nicht mehr ganz so jung und bis auf ein Gründungsmitglied hat sich ein Generationswechsel vollzogen. Das musikalische Repertoire wuchs ständig und musste sich natürlich auch dem Zeitgeist anpassen. In den Anfangsjahren war es bei Dorffesten üblich, dass die Musik ihre Stücke vortrug und sich die Gäste dabei unterhielten. Für viele war das Einstechen - so nennt man es, wenn sich ein Gast für ein paar Mark ein Stück wünscht und dabei dirigieren darf - ein Muß. Der Andrang war teilweise so groß, dass die Kapelle an ihre Leistungsgrenzen stieß. Denn meistens waren es anspruchsvolle Militärmärsche, die dabei zu spielen waren. Heute ist dieser Brauch gänzlich aus der Mode gekommen, wie sich auch die ganze Art der Bierzeltunterhaltung geändert hat. Mittlerweile wird auf der Bühne eine Show verlangt, die möglichst grell, bunt und laut ist. Einige Jahre versuchten wir mit dieser neuen Art der Unterhaltung in den Grenzen einer Blasmusikbesetzung mitzuhalten. In letzter Zeit haben wir uns aber auf die traditionelle bayrisch/böhmische Art zurückbesonnen. Damit sind wir natürlich nicht mehr so oft in großen Festzelten präsent, es gibt aber eine wachsende Fangemeinde, die genau diese Form der Unterhaltung schätzt. Viel Aufwand stecken wir in die Pflege von überlieferten Volkstänzen. Die Tanzabende der Trachtenvereine und Volkstanzgruppen können wir so kompetent begleiten.

Am 3. und 4. September 2011 konnten wir also unser 50 jähriges Jubiläum mit einem traditionellen Blasmusikprogramm feiern. An dieser Stelle möchten wir uns für das positive Echo in der Bevölkerung bedanken.

Unser ganz besonderer Dank gilt natürlich den vielen freiwilligen Helfern, ohne die wir ein Fest dieser Größenordnung nicht auf die Beine hätten stellen können. Es ist ein gutes Zeichen für unsere Dorfgemeinschaft, dass man nicht lange um Unterstützung bitten muss. Viele Menschen sind auf uns zugekommen und haben ihre Mithilfe angeboten, die wir gerne angenommen haben. Darunter ist ganz besonders die Familie Michael Geser zu erwähnen, die uns ihre Maschinenhalle als Veranstaltaltungsort zur Verfügung gestellt hat.